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| | 02.10.2000 | Daum schaltet den Hamburger Anwalt Matthias Prinz ein und stellt gegen Uli Hoeneß Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede. Der Manager von Bayern München hatte mit Andeutungen die Daum-Affäre ins Rollen gebracht.
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| | 03.10.2000 | Hoeneß nimmt einen Teil seiner Aussagen zurück. Von Erpressungsversuchen und Prostitution habe er nie gesprochen. Daum weist Drogenvorwürfe zurück: "Es war nie etwas und wird nie etwas sein."
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| | 04.10.2000 | Franz Beckenbauer fordert einen Friedensgipfel. Daum stellt klar: "Ich werde Bundestrainer."
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| | 05.10.2000 | Vize-Präsident Fritz Scherer vom FC Bayern verlangt von Daum einen Drogentest in Form einer Haaranalyse. Daum und Leverkusen lehnen einen Friedensgipfel ab.
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| | 09.10.2000 | Daum willigt ein, eine Haaranalyse wegen der Drogenverdächtigungen vornehmen zu lassen.
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| | 10.10.2000 | Hoeneß weist auf einer Pressekonferenz alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. "Ich habe und hatte nicht vor, Christoph Daum zu diskreditieren", erklärte der Bayern-Manager. Zugleich kündigte er Klagen gegen jeden an, der behauptet, er habe Daum in Zusammenhang mit Drogen und Prostitution gebracht.
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| | 15.10.2000 | Die Task-Force-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erörtert den Streit zwischen Hoeneß und Daum und stellt sich demonstrativ hinter den Coach. Der geschäftsführende DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder bekräftigt, Daum solle Bundestrainer werden.
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| | 20.10.2000 | Daum erhält vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln die positiven Ergebnisse der Haarprobenanalyse. Er bittet die Geschäftsleitung von Bayer Leverkusen um die Entbindung von seinen Aufgaben und unterrichtet den DFB.
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| | 21.10.2000 | Bayer Leverkusen verkündet die Trennung von Daum und die Ernennung von Rudi Völler zum Interimscoach. Der DFB erklärt, die am 2. Juli getroffene Vereinbarung, nach der Daum am 1. Juni 2001 Bundestrainer werden solle, werde mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Daraufhin zieht Daum sich nach Florida zurück.
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| | 27.10.2000 | Die Staatsanwaltschaft Koblenz nimmt Ermittlungen gegen den ehemaligen Bayer-Coach wegen des Verdachts auf unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln auf.
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| | 16.11.2000 | Daum legt zu seiner Entlassung eine zweite in den USA vorgenommene Haaranalyse vor, die angeblich seine Unschuld beweisen soll.
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| | 13.12.2000 | Auf seiner Internet-Homepage schreibt Daum via USA, dass er eine Rückkehr in die Bundesliga nicht ausschließe.
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| | 15.12.2000 | Bayer Leverkusen beendet offiziell das Arbeitsverhältnis mit Daum. Der Bundesligist sichert ihm eine Abfindung zu, die nach unbestätigten Angaben zwei Millionen Mark betragen soll.
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| | 17.12.2000 | Aus den USA äußert sich Daum erstmals in einem Fernsehinterview zu den Drogenvorwürfen. Darin äußerte er seine Bereitschaft, mit der ermittelnden Staatsanwaltschaft zu kooperieren.
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| | 11.01.2001 | Daum kehrt aus seinem amerikanischen Exil in seine Heimatstadt Köln zurück. Er kündigt an, zu den Vorwürfen gegen ihn und zu seinen Zukunftsplänen Stellung zu nehmen.
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| | 12.01.2001 | Daum gesteht bei einer Pressekonferenz in Köln erstmals ein, dass er Drogen konsumiert hat. "Ich gebe zu, dass ich mit Drogen in Kontakt gekommen bin und Kokain konsumiert habe."
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| | 07.03.2001 | Daum wird Nachfolger des erkrankten Nevio Scala beim türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul. Er erhält einen Trainervertrag bis zum 30. Juni 2002.
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| | 30.05.2001 | Die Staatsanwaltschaft Koblenz erhebt Anklage gegen Daum.
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| | 23.10.2001 | Erster Verhandlungstag vor dem Landgericht Koblenz. Anklage wegen des Erwerbs von Kokain in 63 Fällen sowie Anstiftung zum Erwerb von 100 Gramm Kokain. Ein aufgedrehter Daum nach dem ersten Verhandlungstag gegenüber Journalisten: "Heute war es noch interessant für mich. Ich weiß nicht, wie es an den nächsten Verhandlungstagen sein wird"
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| | 10.2001 - 05.2002 | Es kommt zu einem skurillen Prozess über insgesamt 30 Verhandlungstage, wo ein Rotlicht-Kronzeuge der Anklage nach dem anderen sich in Widersprüche verwickelt und als ernstzunehmender Zeuge ausfällt. Die offenbar übertriebene Anklageschrift schrumpft immer mehr zusammen.
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| | 30.04.2002 | Der von der Anklage bestellte Sachvollständige Dr. Hans Sachs, auf dessen zwei Gutachten von Mai und Oktober 2001 sich die Staatsanwaltschaft mit ihrer Klageschrift berief und der dort von einem "täglichen Kokain-Konsum Daums" ausging und "einen ein- oder zweimaligen Monat-Konsum" ausschloss, vollzieht "aufgrund weiterer Gutachten und einer möglicher Fehlerquellen bei der Haarproben-Analyse von Professor Herbert Kaferstein" eine 180-Grad-Wendung in seiner Bewertung und revidierte seine damaligen Ausführungen.
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| | 06.05.2002 | Der "Daum"-Prozess wird mit einem Teilfreispruch und 2x 5.000 Euro Geldstrafe beendet. Die zwiegespaltene Persönlichkeit Daums spiegelt sich in seinem Kommentar nach Prozess-Ende wider: "Ich habe hier die schwierigste Zeit meines Lebens durchgemacht, und ich hoffe, jeder kann nachvollziehen, dass ich unschuldig mehr als ein halbes Jahr gelitten habe."
Ein Einwurf zur Präzisierung: Daum ist "nur" im Sinne der Anklage unschuldig, d.h. hätte die Anklage (inkl. der Gutachter) effektiver, sorgfältiger und mit seriösen Zeugen gearbeitet, wäre das Ergebnis vielleicht ein anderes gewesen. Ferner hatte er im Zuge des Prozesses mehrfach zugegeben "gelegentlich Kokain konsumiert zu haben" - soviel zum Menschen Daum.
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