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Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.

Erich Ribbeck

 
   
     
 
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 Mythos-Bayern.de :: Interview :: Oliver Schmidt :: 02.08.2005
 
 

Nachdem Mythos-Bayern.de inzwischen weit über 54.000 User (01.08.2005) begrüßen konnte und nicht nur innerhalb von Europa bekannt ist, sondern auch schon von Mexiko, Israel, Russland, Brasilien, Peru, Australien und Japan aus angeklickt wurde, dass Mythos-Bayern-Blog im ersten Jahr über 6.700 Besucher aus Europa, Kanada, Südafrika oder Thailand hatte, sahen wir die Zeit gekommen einmal ein Fazit zu ziehen.

Zur Verfügung stellte sich einer der Köpfe hinter Mythos-Bayern.de, Oliver Schmidt.

 

Frage: Wie geht es Ihnen?

O.Schmidt: Gut, im Moment laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren.

Frage: d.h.?

O.Schmidt: Alle Fans fiebern der neuen Saison entgegen und das ist bei uns nicht anders, zum Saisonstart will man noch so einige Dinge fertigstellen und da kommt schnell mal ein klein bisschen Stress auf, aber das ist kein Problem, das sind wir gewohnt.

Frage: Schön, kommen wir zum Thema: Mythos-Bayern.de! Was sagen Sie zu der Entwicklung dieses Projektes?

O.Schmidt: Was ich über die Entwicklung dieses Langzeit-Projektes denke? Ich bin immer wieder begeistert, welchen Weg wir inzwischen gegangen sind, wie klein wir angefangen haben, und wieviele Fans, Sympathisanten immer wieder neu hinzustoßen. Schwer vorzustellen, dass sich am anderen Ende der Welt, in Japan oder Australien, tatsächlich jemand für unsere ehemals so kleine Webseite interessiert - und das alles ohne Werbung, Marketing oder sonstige Vertriebskanäle!

Frage: Wie hat das alles angefangen?

O.Schmidt: Nun, das ist eine lange Geschichte, ich hoffe Sie haben ein bisschen Zeit mitgebracht?

Frage: Aber natürlich, nur zu!

O.Schmidt: Also bei mir fing alles, so ganz genau weiß ich das heute nicht mehr, gegen Ende der 70er Jahre an - ich war quasi umzingelt von Anti-Bayern-Stimmung, völlig isoliert. Im Grunde fast alle Klassenkameraden fanden Bayern München nicht wirklich attraktiv, ganz im Gegenteil - sowas prägt.

Ich bin in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, da ist man von Natur aus in einem umkämpften Fußball-Umfeld und die Sympathie-Konkurrenz ist groß, Meister waren die Bayern schon seit vier, fünf Jahren nicht mehr geworden, Vereine wie Gladbach, Köln, oder der HSV waren Thema und angesagt.

Davon ließ ich mich aber nicht unterkriegen, sondern kämpfte vielmehr argumentativ gegen die Übermacht. In der Breitner/Rummenigge-Ära vergrößerte sich naturgemäß der Kreis der Bayern-Fans.

Frage: Die üblichen Erfolgsfans?

O.Schmidt: Insofern man das von Jungs in diesem Alter sagen kann, ja, sicherlich, Substanz zeigt sich dann aber eher, ob man dabei bleibt, auch wenn man mal nicht oben steht, wie 82-84, als der HSV und Stuttgart den Bayern die Titel abjagten. Da sah ich einige Fans wieder von der Bildfläche verschwinden - viele brauchen offenbar die Sonne des Erfolges um sich selbst auch ein wenig heller wirken zu lassen, sowas war mir immer schon suspekt.

Meine Liebe zum Fußball verfestigte sich in diesen Jahren nicht nur durch meine ersten am Fernsehen miterlebten Weltmeisterschaften 1978 in Argentinien und vor allem 1982 in Spanien, sondern auch dadurch, dass ich nun selbst in einem Fußballverein spielte und so natürlich den regelmäßigen Ausstausch mit Andersdenkenden intensivieren konnte, ganz zu schweigen von der gestiegenen Identifikation, weil man ja schließlich den gleichen Sport ausübte - kindliche Logik.

Frage: Seien Sie ehrlich - spielten Sie da auch schon im Bayern-Trikot?

O.Schmidt: Nein, anfangs nicht, meine Mannschaft trug grün und weiß, aber als es zum ersten Mal beim FC Bayern eine, mit heutigen Maßstäben vergleichbare, Trikot-Verkaufs-Offensive gab, war ich dabei. Mein erstes Bayern-Trikot kaufte ich 1985 von Teilen meines Konfirmationsgeldes. Neue Fußball-Schuhe kamen noch obendrauf.

Übrigens, im Gegensatz zu heute gab es noch keinen kompletten Trikot-Satz, ergo musste ich mir die Hose und die Stutzen selber nachkaufen, was aber hinterher kaum auffiel - das Trikot habe ich sogar heute noch - als einziges, die anderen Opel- und älteren T-Mobile-Trikots wurden zuletzt gewinnbringend bei einem größerern Internet-Auktionshaus versteigert.

Frage: Ja, so sind sie, die Bayern, immer auf Gewinn ausgerichtet und keiner Tradition verpflichtet.

O.Schmidt: Was soll ich dazu sagen, meine Frau wollte die Trikots nicht mehr im Schrank hängen haben und für einen "Ausstellungsraum" gab es erst recht keine eheliche Genehmigung (grinst)

Frage: Na dann wollen wir das noch mal durchgehen lassen, aber wie ging es weiter?

O.Schmidt: Nun, zu der Zeit drehte sich das Blatt, sprich, auf einmal sah man im Sportunterricht jede Menge dieser Trikots rumlaufen, einige sprangen auch hier wieder auf den berühmten Zug auf.

Meine Zuneigung zum FC Bayern hatte da natürlich schon so einiges mitgemacht, Meisterschaften und Pokalsiege genauso wie verlorene Endspiele im DFB-Pokal (1985 gegen Uerdingen) oder gar im Europapokal der Landesmeister (1982 gegen Aston Villa). Schon damals versuchte man den berüchtigten Andersdenkenden klar zu machen, dass es auch nicht so leicht ist ein Bayern-Fan zu sein, denn damals wie heute ist ein zweiter Platz, ein Vize-Titel für den FC Bayern und seine Anhänger eine große und schmerzliche Niederlage, ganz abgesehen von der Häme. Dies zu vermitteln und argumentativ unterlegenen Fans unter die Arme zu greifen, war auch damals schon mein Ziel, kaum älter als 14, 15 Jahre - die eigentliche Geburtsstunde meiner späteren Bayern-Webseiten!

Frage: Im Ernst?

O.Schmidt: Natürlich, Mythos-Bayern.de ist im Grunde nur eine konsequente Weiterentwicklung dieser damaligen Wünsche und Bedürfnisse.

Frage: Unglaublich wie konsequent und langfristig dieses Ziel dann verfolgt wurde.

O.Schmidt: Um ganz ehrlich zu sein, kann dies gar nicht so konsequent gewesen sein, denn Mitte der 80er-Jahre kannte noch kein Mensch das Internet, oder konnte sich gar vorstellen, dass es einmal so etwas wie das WWW geben könnte!

Ich war aber damals schon einer dieser Fans, die Samstag für Samstag vor dem Radio saßen und live die Spiele der Bundesliga verfolgten. Fiel ein Tor, wurde schnell der Radiergummi zur Hand genommen und die mit Bleistift ausgerechnete "Live-Tabelle" nachgebessert.

Für Aussenstehende kaum nachvollziehbar, wie emotional verbunden man damals schon war - beim Gedanken an die Meisterschaft von 1986 bekomme ich auch heute noch eine Gänsehaut!

Frage: Der berühmte Elfmeter von Kutzop in Bremen?

O.Schmidt: Genau, ich glaube diese Meisterschaft war fast so aufregend und gespickt mit einer emotionalen Berg- und Talfahrt wie der Titel 15 Jahre später, 2001 in Hamburg!

Frage: Diese Erinnerungen haben wir alle, aber wann ging es mit den Live-Spielen los?

O.Schmidt: Nun, ich hatte keine älteren Freunde, deshalb war ich darauf angewiesen noch ein wenig zu warten, bis ich alt genug war, selber zu Bayern-Spielen zu fahren - zu meinem 18.Geburtstag war es dann soweit!

Ich besuchte meinen Onkel, der damals in München wohnte und wir hatten geplant ein Europapokalspiel zu besuchen, er wollte die Karten besorgen. Und so kam es, dass ich, frisch volljährig mit meinem Onkel auf der Hauptribüne saß und mein erstes Bayern-Spiel live sehen konnte - wobei "sehen" hier etwas übertrieben ist, wer selbst einmal im Münchner Olympiastadion auf den Tribünen gesessen hat, wird wissen, was ich meine!

Frage: Die schlechte Sicht und die Entfernungen im Olympiastadion wurden ja legendär.

O.Schmidt: Stimmt, aber das war mir nicht wichtig, mich störte auch nicht, dass es ein müder 0:0-Kick gegen Glasgow Rangers wurde - ich war absolut begeistert von der Atmosphäre live in einem Stadion sein zu können, von den schottischen Fans, die friedlich aber umso stimmgewaltiger schon auf dem Hinweg in der U-Bahn gesungen haben!

Frage: Und von da an ging es häufiger in die Stadien der Republik?

O.Schmidt: Und wie! Die Details kann man hier nachlesen, aber natürlich gibt es viele, viele Geschichten, die man in nun über 15 Jahren erlebt hat!

Frage: Na dann mal los!

O.Schmidt: Wo soll man da anfangen, natürlich machte es Spaß in diesem Alter durch die Gegend zu reisen, Kartenprobleme bei Bayern-Spielen gab es damals noch nicht, ebenso wenig war man gebunden, oder hatte andere Pläne und Vorstellungen für seine Freizeitgestaltung.

Viele Vereins-Sympathien oder -Antipathien wurden damals begründet, z.b. erinnere ich mich noch an eines meiner ersten Spiele im Müngersdorfer Stadion in Köln. Wir standen im rappelvollen Gästeblock und zwei Kölner Fans, schon leicht alkoholisiert, oder gerade eben deshalb betrunken, standen mit in diesem Block - zwei Kölner unter 10.000 Bayern-Fans!

Dreimal dürfen Sie raten wo die standen?! Richtig, genau vor meiner Nase!

Das Dumme an der Geschichte war nur, dass die Kölner uns an diesem Tag mit einer 4:0-Packung nach Hause geschickt haben und der Bayern-Block entsprechend frustriert war, die beiden, sich unermütlich freuenden und penetrant jubelnden Kölner gingen uns, respektive mir, mächtig auf den Zeiger und wäre ich damals so etwas wie ein Hooligan gewesen, es wäre wohl eskaliert. Die beiden bemerkten trotz ihres Alkohol-Pegels wohl doch irgendwann diese leicht feindselige Stimmung, zumal sich immer mehr Fans in die Diskussionen einschalteten und verließen dann doch irgendwann unseren Block - eine wahre Freundschaft zum "EffZee" war geboren!

Frage: Wenn man die Webseite so betrachtet, war das aber wohl nicht der einzige Vorfall?

O.Schmidt (lacht): Um Gottes willen nein, das wäre ja auch recht dünn! Es gab mit fast jedem Verein und seinen Fans solche Erlebnisse!

Ähnliches passierte uns im Laufe der Jahre auf dem Mönchengladbacher Bökelberg, im Dortmunder Westfalenstadion, im Bochumer Ruhrstadion mit Wattenscheider Fans - wer kennt heute noch die SG 09 Wattenscheid und die Schwierigkeiten, die die Bayern anfangs mit diesem Team hatte? - wirklich schlimme Dinge sind aber nur in Gelsenkirchen und beim Pokalfinale in Berlin 1999 passiert!

Frage: Körperliche Auseinandersetzungen?

O.Schmidt: Nicht ganz, aber kurz davor! Nicht immer ging es beim FC Schalke so gesittet zu, wie jetzt in deren schicker neuer Arena, denn nur einen Steinwurf vom neuen Stadion entfernt stand und steht das altehrwürdige Parkstadion, dass wir einige Male besuchen durften. Bei dem Gastauftritt der Bayern, als wir 1996 nicht nur die Meisterschaft an Dortmund verloren, sondern Schalke sich auch zum ersten Mal seit Jahrzehnten für den UEFA-Pokal qualifizierte, stürmten 25.000-30.000 Schalker Fans den Innenraum. Deren Freude über das Erreichen des UEFA-Pokals wurde nur noch übertroffen von der Schadenfreude über die verpasste Meisterschaft der verhassten Bayern! Ich sage "verhasste Bayern" weil ich genau diesen Eindruck in den Gesichtern der Schalker Fans sah, die allesamt auf unsere Gästekurve zugerannt kamen, ein, zugegeben, leicht beunruhigender Anblick, wenn quasi der "Mob" zum Überrennen ansetzt...

Frage: Ist diese Darstellung nicht etwas drastisch?

O.Schmidt: Nicht im geringsten, denn selbst die Polizei, die ja eigentlich zum Schutz oder zur De-Eskalation beitragen sollte, verzog sich in ihre sicheren Mannschaftswagen - zum Glück gab es im Parkstadion diesen unüberwindlichen Graben - ich bin sicher, die Schalker hätten ansonsten die Bayern-Kurve gestürmt! Davor spielten sich tumultartige Szenen ab, die auf der anderen Seite nicht einer gewissen Komik entbehrten. Die ca. 15 Ordner mit Schäferhunden versuchten verzweifelt die wütenden, sicherlich nicht mehr so ganz nüchternen königsblauen Fans im Zaum zu halten, sie davon abzuhalten, Bayern-Fahnen und sonstige Utensilien, die diese in die Finger bekamen, zu zerstören oder zu stehlen - ein kläglicher Versuch! Nun, wir konnten uns "retten" und trugen keine bleibenden Schäden davon.

Was wir an menschlichen "Kontakten" dabei so alles verpaßt haben, zeigte sich ein Jahr später, als wir erneut an diesem heimeligen Ort zu Gast waren und unser Auto auf der "falschen" Seite geparkt hatten. Wir mussten deshalb nämlich einmal um das Parkstadion herum laufen und so auch an der Schalker Fan-Kurve vorbei!

Was wir da an menschlichem Elend, verwahrlosten, zahnlosen und alkoholisierten Menschen schon über zwei Stunden vor dem Anpfiff sahen, ließ uns regelrecht erschaudern - etwas vergleichbaren haben wir davor und danach nie wieder gesehen. Naja, vielleicht in diesen D-Zügen, die wir immer auf dem Heimweg aus München mit diversen Fan-Gruppen zu teilen hatten. Auch hier waren die Schalker Spitzenreiter, gefolgt von den Kölnern, was die Auswahl der Körperflüssigkeiten und Magen-Inhaltsstoffen betraf, die entweder auf dem Boden schwammen, oder an den Wänden klebten - ins Details gehe ich hier mal nicht, vielleicht isst ja gerade jemand, während er dies liest!

Frage: Vielen Dank, aber was war da beim Pokalfinale in Berlin 1999?

O.Schmidt: Das war der Höhepunkt der Antipathie gegenüber unseren grün-weissen "Freunden" aus der Hansestadt.

Wir hatten Karten bekommen für dieses Pokalfinale, für mich schon das zweite Mal in Folge, nachdem ich 1998 an gleicher Stelle den Pokalsieg bejubeln konnte, folglich war ich auch ein Jahr später guter Dinge.

Das Problem war nur, dass dies Karten für den Bremer-Block waren, wir also über die vollen 120 Minuten plus dem Elfmeter-Schießen inmitten der Reihen des Gegners standen - grenzwertig!

Als dann der entscheidende Elfmeter von den Bayern verschossen und Frank Rost - seit diesen Tagen einer unserer "Lieblinge" - zum Pokalsieg verwandelte, brach in unserem Block verständlicherweise die Hölle los! Ein passender Zeitpunkt sich zurückzuziehen, dachten wir und nicht zu Unrecht, denn auch hier wäre es sonst sicherlich zum Äußersten gekommen.

Derlei Erlebnisse schweissen Bayern-Fans zusammen und deshalb bildete sich auch eine gewisse Gemeinschaft, die heute noch besteht.

Frage: Aber wie ging es weiter Richtung Webseite?

O.Schmidt: Das ist schnell erzählt, in der Zeit, als das Internet Ende der 90er-Jahre immer mehr in den Vordergrund drängte, etablierte sich zwischen dieser Gemeinschaft der rege Nachrichtenaustausch über den FC Bayern und unsere gemeinsamen "Freunde". Eine Diskussion darüber schloss sich zumeist an. Die Digitalisierung schritt voran.

Irgendwann hatte man dann ganz stolz auch seine erste eigene Webseite, auf der, ganz im Sinne der Zeit, alles mögliche an eigenen Interessen der Welt mitgeteilt wurde - auch ich hatte so eine Webseite und auch da waren schon Bayern-Themen online. Ich glaube, dass allererste, was ich bzgl. Bayern München online stellte, war eine Seite mit der Ewigen Tabelle der Bundesliga, allen Tabellenführern und diversen Sternstunden in der Bundesliga-Geschichte, im Grunde hier nur ein "Verarbeiten" der obigen Erlebnisse (grinst)

Eine weitere Motivation waren natürlich auch all diese Anti-Bayern-Webseiten, die man plötzlich hier und da mal fand. Die waren und sind heute noch eine stetige Quelle neuer Ideen für diverse Mythos-Bayern-Themen.

Die Rubrik der Bundesliga-Sternstunden ist z.b. das direkte Pendant zu einer dieser "Die schönsten Bayern-Niederlagen"-Auflistungen.

Frage: Und dann kam Mythos-Bayern.de?

O.Schmidt: Nein, noch nicht. Die erste eigene Webseite ging 2000 online, der Gedanke die Bayern-Inhalte auszulagern und zu erweitern kam 2001 und da ging erstmals "BayernRules" online!

Erst diese Webseite sollte ersetzt werden durch "Mythos-FCBayern" was aber am Veto unseres damaligen Providers scheiterte, der uns mitteilte, dass der FC Bayern selbst es den Providern untersagt habe, Domains zu vergeben oder anzumelden, die das Wort "FC Bayern" im Namen enthalten - unglaublich, aber wahr und deshalb kam es schließlich zu "Mythos-Bayern" in der heutigen Form!

Das Weblog kam erst im letzten Jahr hinzu und rundet im Grunde ja nur das Mythos-Bayern.de-Projekt ab.

Frage: Bewegte Geschichte.

O.Schmidt: Allerdings, aber sie ist noch lange nicht zu ende, denn wir planen immer neue Dinge, stehen in ständiger Interaktion zu unseren Usern und wollen Mythos-Bayern.de auch in Zukunft immer am Puls des Fußballs und seiner Fans halten!

Frage: Viel Erfolg dafür und vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

O.Schmidt: Immer wieder gerne.

 

Oliver Schmidt (33) lebt mit seiner Frau im schönen Bonn und verfolgt von dort aus den Fußball, dessen Entwicklung und alles was mit dem FC Bayern zu tun hat.

 

 
 
 

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"Der FC Bayern ist für mich schon fast wie eine Ersatzfamilie ... wenn ich im Stadion sehe, wie die Zuschauer in der Fan-Kurve schunkeln und wie sie singen, dann krieg ich eine Gänsehaut.
Oder wenn wir im Westen irgendwo spielen, da warten 20.000 Bayern-Fans auf uns, da denk' ich schon, wir bieten den Leuten was.
Und ich sage meinen Spielern oft, wenn sie irgendwo einen Scheissdreck gespielt haben: Ihr wisst gar nicht, was ihr denen übers Wochenende angetan habt."

Uli Hoeneß